Am Sonntag reiste ich mit den Berlin Adlern nach Ostwestfalen zum Preseason Game gegen die Paderborn Dolphins. Abfahrt 6 Uhr vom Stade Napoleon, Kickoff um 15 Uhr, zurück um Mitternacht. Zwischendurch ein lockeres 29:17 gegen einen GFL-Zweitligisten, der auch im Umfeld des Gamedays so einige Standards setzte. Von dem YouTube-Livestream können sich einige GFL-Teams eine Scheibe abschneiden. Auch der Fan Wear Stand von firstdown.eu war erstklassig!
Auf dem Feld sorgten Max Zimmermann & Co für Action, ich hatte auf Twitter / Instagram / Youtube/ Facebook gewirbelt. Hier seht ihr ein paar meine Werke...
Stimmen nach dem Spiel gefilmt mit iPhone, geschnitten mit iMovie - so einfach, so geil:
Wenn man schon nicht vor Ort ist, dann kann man sich immerhin in "Bonzo's "Online-Shop mit NFL Gear ausstatten:
Das Preseason Spiel Dolphins-Adler in kompletter Länge via YouTube - fantastisch aufgezogen von meinem PR-Kollegen Björn Gorniak:
Wenn Euch das gefällt, dann folgt mir auf Twitter @bjoernhesse und ihr seid immer up-to-date. Am 6. Mai 2017 startet dann übrigens unser erster "Kickoff Radio"-Livestream mit @ChrisHoeb als Kommentator. STAY TUNED ;)
4062,50 Euro in 18 Tagen lautete die stattliche Ausbeute beim Fairplaid Crowdfunding für unseren Berlin Adler Radio-Livestream. Zusammen mit Christian Höb und über die gängigen Berlin Adler Kanäle (Website, Facebook, Twitter, Instagram, Whatsapp) mobilisierte ich per fairplaid Crowdfundingmehr als 100 Unterstützer, um Livestream-Equipment zur technischen Umsetzung unserer acht Adler Heimspiele 2017 zu finanzieren. Neben der ganzen Zeit für die Orga hatten wir selbstverständlich auch eigenes Geld in das Projekt gesteckt.
Der Audio-Livestream "Kickoff Radio" wird kommen. Los geht's am 6. Mai 2017 live aus dem Berliner Poststadion gegen die Thonon Black Panthers (EFL). 101 Supporter hatten letztlich mit ihren Geldbeträgen das Radio-Livestream-Projekt zum Leben erweckt. Aber wie hatten wir das überhaupt geschafft? Zuallererst einmal hatten wir fantastische Bilder zur Verfügung bekommen von "Mr. Blickfang" Mario Güldenhauptfür die Projektseite und sämtliche Social-Media-Kommunikation. Mario kam über einen Freund, der bei den Adlern als Wide Receiver spielt, vor 1-2 Jahren dazu und ich schätze ihn sehr. Seine Bilder vermitteln Emotionen, wie sie nicht jeder Fotograf erzeugen kann. Bildsprache ist besonders wichtig in Kampagnen. Mit Marios stilistischer Bilderwelt konnten wir von vornherein punkten. Ein erster Blick auf die fairplaid Landingpage genügte, und jeder wußte, die Jungs sind professionell. Zusätzlich erhielten wir namhafte Unterstützung durch Ex-NFL-Profi Markus Kuhn und Füchse-Torwart Silvio Heinevetter, die jeweils signierte Bälle zur Verfügung stellten. Der unterschriebene New York Giants Football war an Tag 5 innerhalb einer Minute vergriffen – für sagenhafte 250,00 Euro!
Adler-Legende und ranNFL-Kommentator Roman Motzkus stellte als Prämien Autogrammkarten zur Verfügung und signierte ersteigerte Trikots. Chris und ich werden als Projektstarter mit einigen Supportern YOLI Frozen Yogurt essen gehen, und insgesamt 90 Liegestütze für 90€ müssen wir auch noch abliefern. Fan Wear Prämien und Adler Saisonkarten werden von uns bis Ende April 2017 verschickt.
Übersicht zu den Klicks und Referrern vom Link http://bit.ly/kickoff-livestream
Für die Zahlenfetischisten unter Euch vielleicht ganz interessant: Mehr als 4.000 Klicks aus 31 Ländern erfolgten auf den Link http://bit.ly/kickoff-livestream zu unserem Fairplaid Projekt. Der Großteil davon kam über Twitter (44%), danach folgte Facebook (34%). Auch der @berlinader Instagram Account wurde für die Kommunikation mit einbezogen.
Frühere Adler-Spieler und Coaches halfen dabei, den Link und unser Projekt zu verbreiten, z.B. WR Daniel Vöhringer, RB Mason Zurek, LB Shaquille Frederick, Coach Wanja Müller, und auch andere Berliner Football Teams wie bspw. die Bears und Bulletsunterstützten uns (vom Erzrivalen Berlin Rebels hatte ich keinerlei Unterstützung erwartet).
Last but not least fairplaid Gründerin Marthe Lorenz und ihr Team, die unentwegt unser Projekt teilten und auch selbst Geld beisteuerten. Euch allen und die vielen, die wir hier vergessen hatten zu erwähnen, gilt unser DANKESCHÖN 🙏🎉🎙🏈🎊👏
Die Finanzierung des Livestreams ist abgeschlossen. Nun folgt die Umsetzung! Freut Euch auf viele unterhaltsame Spiele mit abwechselnden Experten an der Seite von Adler-Kommentator Chris Höb. Wir haben noch so einige Überraschungen im Koffer. Premiere für Christian Höb ist übrigens schon am 29. April beim Berlin-Derby gegen die Rebels auswärts im Mommsenstadion an der Seite von Nicolas Martin für GFL-Radio.
Falls andere Sportler oder Mannschaften das lesen, und ebenso interessiert sind an einer erfolgreichen Umsetzung einer Crowdfunding-Kampagne, dann hätte Chris >>HIER EIN PAAR SUPER TIPPS PER STORIFY<< wie ihr Crowdfunding mittels Twitter, Facebook und Co. pushen könnt.
Montag, 13. März 2017
Trefft Markus Kuhn bei den "Fairplaid Awards" am 18.3. in Berlin
In Houston hatte ich zufällig Markus Kuhn im SB51 Media Center getroffen und ihn mit dem HUDDLE zum Super Bowl beglückt.
Seit dem Ende Januar verkündeten Karriereende und dem Nebenjob als Super Bowl Kommentator wurde es ruhig um Markus Kuhn. Am kommenden Samstag, 18.3., zeigt sich der Ex-Profi von den New York Giants in Berlin, wenn er als Jury-Mitglied bei der Preisverleihung "fairplaid Awards"am Potsdamer Platz zu Gast ist.
Ab 19 Uhr öffnen die Tore der Academie Lounge (Köthener Str. 44, 10963 Berlin) und Football-Fans haben die Möglichkeit, Markus Kuhn zu treffen und Fotos mit ihm zu machen, bis um 20:30 Uhr die "fairplaid Awards" starten, die man sich vor Ort ansehen kann. Anschließend kann man auch auf der After-Party ab 22 Uhr gemeinsam mit Markus Kuhn und anderen Sportlern feiern.
Fairplaid ist Deutschlands größte Crowdfunding-Förderplattform für den Sport über die in der Vergangenheit u.a. die Berlin Thunderbirds und Berlin Adler erfolgreiche Projekte zur Finanzierung abgewickelt haben (Linktipp: Lessons learned from Crowdfunding in American Football). Am Samstagabend werden in der Academie Lounge am Potsdamer Platz der "Sportler des Jahres" und die "Mannschaft des Jahres" 2016 ausgezeichnet. Eine Jury aus vielen aktiven und ehemaligen SportIern und Sportentscheidern trifft am Ende die Wahl für das "Projekt des Jahres".
Neben Markus Kuhn sitzen in der Experten-Jury auch Paul Schif (GF Laureus Sports for Good Stiftung), Prof. Dr. Duvinage (u.a. Berater von Mario Götze), Anna Kraft (Moderatorin ZDF Sport), Benjamin Best (u.a. Regisseur von "Dirty Games"), Daniel Sprügel (Sportsmaniac-Podcast/FanMiles) und Ernst "Gori" Köpf (Eishockey-Idol und Alpha Sports-Gründer). Als Moderatorin wird Nele Schenker (SPORT1) durch den Abend führen.
Zusammen mit Christian Höb versuche ich in dieser Football-Saison ein neues Projekt umzusetzen: Ein Podcast zur Berlin Adler Saison, in dem wir Spieler und die Akteure neben dem Spielfeld vorstellen. Auf Soundcloud findet ihr den Podcast. In Folge 1 waren RB Emmanuel Moody, DB Kevin Kus und Marthe Lorenz von der Crowdfunding-Plattform fairplaid zu Gast. In Folge 2 reden wir im Vorfeld des Auswärtsspieles bei den Dresden Monarchs mit Safety Devon Francois, Cornerback Stefan Melde und Statistiker Florian Zawodsky.
Mittlerweile ist der KICKOFF Podcast bereits auf der StarFM Website und auf football-aktuell.de eingebunden. Mal abwarten, wie sich die ganze Geschichte im Laufe der Saison noch so entwickelt. Es macht mir auf jeden Fall Spaß, neue Sachen auszuprobieren & mit Chris Höb habe ich genau den Richtigen an meiner Seite, mit dem man ein solches Unterfangen mit Top-Qualität durchführen kann. Ein großes Dankeschön von dieser Seite an Chris, der auch einen eigenen Blog betreibt - checkt mal "Geblockt - Der Sportblog".
Viel Spaß beim Reinhören in den KICKOFF Podcast. Feedback gern in den Kommentaren oder via Twitter an @bjoernhesse.
P.S.:Die nächste Podcast-Folge soll rechtzeitig vor dem ersten Adler GFL-Heimspiel am 22.5. gegen die Berlin Rebels folgen. Ältere Podcast-Folgen findet ihr in der Soundcloud Playlist.
In Deutschland kann man bekanntlich während der Sat.1 Liveübertragung die lustigen Super Bowl Commercials der Amerikaner NICHT sehen. Zum Glück leben wir im Youtube-Zeitalter und ich präsentiere hier wie in jedem Jahr meine persönlichen Top 10 Super Bowl Ads.
Noch kurz ein Zahlenspiel vorab. Super Bowl 50 zwischen den Denver Broncos und Carolina Panthers stellte nicht nur einen neuen Rekord auf für das teuerste Super Bowl Ticket: 27.983 US Dollar! Auch die Werbepreise stiegen gewöhnungsgemäß an und erzielten zum goldenen Jubiläum einen neuen Rekordwert von 5 Millionen Dollar Kosten für einen 30-Sekunden-Spot
1967, Super Bowl I, $42,500
1976, Super Bowl X, $110,000
1986, Super Bowl XX, $550,000
1996, Super Bowl XXX, $1,085,000
2006, Super Bowl XL, $2,500,000
2016, Super Bowl 50, $5,000,000
Quelle: Nielsen Media Research
Die "Winning Formula" ist jedes Jahr ähnlich: sprechende Tiere, Prominente, Babys gehören zum Inventar. Umso erfrischender, wenn es ein paar Clips gibt, die aus der Reihe tanzen & positiv überraschen (wie bspw. Audi mit dem Astronaut).
Leider hat der Chipshersteller Doritos zum letzten Mal den "Crash The Super Bowl" Contest ausgerufen, bei dem einfach jeder seine Ideen einreichen konnte und am Ende wurden die besten zwei ausgewählt und im Super Bowl ausgestrahlt. Über die letzten 10 Jahre hinweg gelang Doritos damit ein Marketing-Coup: Ohne die Unterstützung super-teurer Agenturen produzierten sie die lustigsten Spots durch Ideen aus dem Volk.
Genug gelabert, here we go - meine persönliche Top Ten 2016:
1.Heinz - Fand den Spot mit den "Hot Dogs" im Vorfeld schon super.
2.Doritos - Das Ultraschall-Spot ist Männerhumor allererster Güte.
3. Hyundai - Ich möchte Kevin Harts Tochter nicht daten.
4. Honda - Wer mag die Band Queen? Und singende Schafe? Ich!
5. Audi - Der Astronaut Clip hat Kino-Feeling (Musik: David Bowie)
10. Hyundai - Für alle weiblichen Zuschauer: Der "Sexiest Man Alive"
Erwähnenswert - Nicht nur die Halbzeit-Show mit Coldplay, Bruno Mars und Beyonce hatte am Ende eine Botschaft, auch dieser lehrreiche und sinnvolle Werbespot von Colgate.
Filmtrailer - Hollywood ließ sich mit insgesamt 12 Trailern nicht die Gunst der Stunde entgehen, die neuesten Blockbuster vor einem Millionenpublikum zu bewerben (u.a. Das Dschungelbuch). Der 14. Juli 2016 ist bei mir im Kalender jetzt schonmal fett mit Rot markiert: Independence Day 2
Schlecht, einfach nur schlecht (ihr müsst diesen Link nicht klicken, falls ihr Albträume vermeiden wollt). Der verstörende Mountain Dew Spot nennt sich "puppymonkeybaby"... Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.
Welcher ist Euer persönlicher Favorit?
Feedback gern in den Kommentaren, oder per Twitter/Instagram an @bjoernhesse
Nike-Billboard am Union Square: Wer ist schneller am Sonntag? LB Luke Kuechly auf dem Weg zu QB Peyton Manning, oder bedient der Quarterback rechtzeitig seine Receiver.
Seit Montag bin ich in San Francisco live vor Ort, um den ganzen Hype um Super Bowl 50 leibhaftig zu erleben. Und natürlich ist die Bay Area nicht das schlechteste Reiseziel.
Bis Donnerstag verhielt sich die Stadt ziemlich ruhig. Aber so langsam steigt der Spannungspegel und zum Wochenende hin fliegen auch mehr und mehr die Fans aus Colorado und Carolina ein.
Was man nicht vernachlässigen darf, San Francisco ist zwar eine wunderschöne, aber auch eine extrem teure Stadt. Alle Hotels sind seit Monaten ausgebucht - zu teilweise horrenden Preisen, ähnlich wie bei Olympischen Spielen. Wer Glück hat, kommt bei Freunden unter - so wie ich.
Eine bessere Stadt hätte sich die NFL zum goldenen Jubiläum, Super Bowl 50, kaum auswählen können. Die Golden Gate Bridge thront in der Ferne. Der Goldrausch von 1849 löste einen Boom in Nordkalifornien aus und lies die Stadt enorm wachsen. Die Cable Cars versprühen immer noch den Charme des 19. Jahrhunderts.
Näher kam ich ans Levi's Stadium nicht ran.
Das Wichtigste aus NFL-Sicht: Im 70 Kilometer entfernten Santa Clara befindet sich ein funkelnagelneues State-Of-The-Art Stadion, Levi's Stadium. Auch wenn viele 49ers Fans aus San Francisco das Stadion nicht mögen. Mein Host Ferrier Le dazu: "Das Stadion fühlt sich an wie ein neu eröffnetes Museum, steril und ohne Geschichte."
Das Matchup welches uns am Sonntag erwartet ist kein Schlechtes. Mit den Broncos und Panthers treffen die beiden besten AFC und NFC Teams dieser Saison aufeinander (ich sage bewußt nicht die beiden besten NFL Teams, da habe ich eine etwas andere Meinung). Die Broncos haben sich in den Playoffs dank ihrer überragenden Defense gegen Tom Brady und die Patriots durchgesetzt. Quarterback Peyton Manning, mit 39 Jahren der älteste Super Bowl Quarterback ever-ever, würde ich gönnen, wenn er mit einem zweiten Ring am Finger in den Sonnenuntergang reitet.
Panthers Edelfan Stephen Curry vom NBA Champ Golden State Warriors muss man nicht fragen, wer gewinnt. Aber wie lautet der Endstand?
Die Carolina Panthers hatten in den Playoffs eindrucksvoll die Seahawks und Cardinals an die Wand gespielt. In der regulären Saison nur ein Spiel verloren. Mit QB Cam Newton wahrscheinlich den NFL MVP und mit Luke Kuechly voraussichtlich den Defensive Player of the Year in ihren Reihen. Beide Head Coaches standen bereits als Spieler im Super Bowl und wissen, was auf ihre Jungs zu kommt. Auf ran.de, nfl.com und ESPN findet ihr viel mehr Lektüre im Vorfeld. Mich interessiert mehr das ganze Drumherum.
Das Spiel werde ich voraussichtlich in einer der vielen Sports Bars genießen, voraussichtlich in einer Panthers Bar. Ich denke, Carolinas Fire Power wird für die Broncos auf beiden Seiten des Balles zu viel sein. Außerdem kann ich so immerhin die Super Bowl Ads verfolgen.
Für Eure Football-Nacht in Sat.1 wünsche ich Euch viel Spaß. Wer ein paar Inspirationen braucht zum richtigen Super Bowl Food, sollte mal auf den Blog www.dipitserenity.de von Nadine Broschinski schauen: selbstgemachte Beer Pulled Pork Nachos klingen nicht so schlecht. Und bei der Vorbereitung in der Küche kann man easy-peasy die Zeit bis zum Kickoff herum bekommen...
Cardinals WR Larry Fitzgerald äußerte sich unter der Woche auf theplayerstribune.com vor dem NFC Championship Game gegen die Carolina Panthers.
Nach 12 Jahren in Reihen der Cardinals untermauerte Fitzgerald mit der überragenden Overtime-Performance vergangenen Samstag gegen die Green Bay Packers mal wieder seinen Ausnahmestatus. Dieser Moment, und der Punkt an dem Arizonas Footballteam derzeit steht, war für Fitzgerald Grund genug, etwas an seine Mitspieler und Fans weiter zu geben. The Players Tribune ist eine US-amerikanische Internet-Plattform, auf der ausschließlich aktive oder ehemalige Sportler ihre Artikel veröffentlichen. Die Plattform wurde 2014 vom ehemaligen Baseballstar Derek Jeter ins Leben gerufen. In der emotionalen "Ode an Arizona" spricht Fitzgerald davon, wie sich bei den Cardinals in den letzten Jahren die Mentalität geändert hat. "Viel zu lange waren wir damit beschäftigt, die Auffassung zu überwinden, dass wir nicht gewinnen könnten. Jetzt wissen wir, dass wir es können. Wir agieren nun wie ein Team, dass von sich erwartet zu gewinnen. Es hat ein paar Jahrzehnte gedauert, doch die Cardinals sind endlich zu dem Team geworden, welches Phoenix verdient." Im professionellen Football sind die Cardinals die älteste, existierende Franchise. Gegründet 1898 als Morgan Athletic Club in Chicagos South Side. Der Spitzname Cardinals folgte 1901. Den Großteil ihrer Existenz verbachten sie in Chicago, bevor sie 1959 nach St. Louis umsiedelten und 1988 nach Arizona kamen. Mit den Chicago Bears zählen sie zu den einzig beiden verbliebenen Gründungsmitgliedern der ursprünglich 14 Teams umfassenden NFL aus dem Jahr 1920. Die vergangenen drei Saisons unter Head Coach Bruce Arians waren die erfolgreichste Spanne (34-14 Bilanz) ihrer 96-jährigen NFL Zugehörigkeit. Seit 1947 haben sie keine Meisterschaft mehr gewonnen. 2009 verloren die Cardinals in der Schlussminute Super Bowl XLIII gegen die Pittsburgh Steelers. "Ich fühle mich dieser Stadt verpflichtet für alles, was sie mir gegeben hat. Jetzt, nach all diesen Jahren [...] bin ich aufgeregt, weil wir so nah davor sind, wo wir immer hin wollten. Nicht viele Leute wissen, dass Phoenix mittlerweile die sechstgrößte Stadt in den USA ist. So wie dieser Ort immer weiter wächst und wächst, denke ich ist es wichtig, dass es etwas gibt, was alle Menschen miteinander vereint. Ich möchte, dass die Cardinals das sind. Ich möchte, dass die Cardinals das Team sind, welches ihr mit voller Stolz unterstützt und es nicht erwarten könnt, dass wir spielen. Ich möchte, dass der komplette Bundesstaat heiß auf unsere Gamedays ist. Noch steht uns Arbeit bevor - aber wir kommen da hin. Im Prinzip bleibt uns nur noch ein großes Kästchen abzuhaken. Einen Super Bowl gewinnen." Dieser Artikel erschien am 23. Januar 2016 auf www.ran.de Feedback gern per Twitter an @bjoernhesse
Mit 36 Jahren blüht Quarterback Carson Palmer noch einmal richtig auf. Nur noch ein Sieg fehlt den Arizona Cardinals zum Super Bowl Einzug. Am Sonntag treffen sie im NFC Championship Game auf die Carolina Panthers (0:20 Uhr live in SAT.1 und im Livestream auf ran.de).
Arizona ist bekannt als Rentner-Paradies. Bei 330 Sonnentagen im Jahr entscheiden sich viele Ältere für einen entspannten Lebensabend im Grand Canyon State. Betrachtet man das Roster der Arizona Cardinals könnte man auch denken, hier handelt es sich teilweise um die „Resterampe“ der NFL. Einige der Spieler, die General Manager Steve Keim nach Phoenix lotste, wie Running Back Chris Johnson (29) und Linebacker Dwight Freeney (35), hatten anderswo längst ausgedient. Im April 2013 tradete Keim für den damals 33-jährigen Quarterback Carson Palmer.
„Ich glaube, dass das Alter nur eine Zahl ist“, sagt Cardinals Fan Catherine Sharpe. „Was zählt, sind die Fähigkeiten der Spieler und was sie für das Team leisten. (Coach) Bruce Arians ist nicht dumm. Er hat Palmer im Team, weil er um seine Stärken weiß.“
Vergleiche mit Kurt Warner
Am vergangenen Samstag durfte Palmer in seiner 13. NFL Saison endlich den ersten Playoff-Erfolg einfahren. Arizonas Spielmacher startete zwar zurückhaltend, aber sicherte letztendlich gegen die Green Bay Packers den Sieg mit zwei Overtime-Pässen auf Larry Fitzgerald.
Das ausverkaufte University of Phoenix Stadium glich dabei einem roten Meer an Nummer-11-Jerseys. Larry ist der unumstrittene Publikumsliebling in Arizona. Doch Palmers Spin-Move und die beiden Kombinationen auf Fitzgerald ließen Erinnerungen an die glorreiche Zeit mit Kurt Warner aufkommen. Unter dem brillanten Spiel des damals 37-jährigen Warner gelang den Cardinals der überraschende Einzug in Super Bowl 43.
Ich frage nach zu Palmers Beliebtheit im „Just Sports“, dem größten Fan-Shop im Westgate-Komplex direkt neben dem Cardinals Stadion. Aktuell rangiert Palmers Trikot auf Platz 4 der Verkaufsliste hinter Fitzgerald und den beiden Defensive Backs Tyrann Mathieu und Patrick Peterson, verrät mir Verkäufer Michael Fontes. „Wenn die Cardinals diese Woche gewinnen, könnte Palmer so populär werden wie Warner“, meint Fontes. „Ich denke, wenn er im letzten Jahr gespielt hätte, wären wir schon in den Super Bowl gekommen. Ohne ihn war’s das.“
Unvollendeter College-Held
Verletzungen warfen den Nummer-1-Draft-Pick von 2003 immer wieder zurück. Zum Playoff-Auftakt der Saison 2005 erlitt der damalige Bengals-Quarterback gegen die Steelers einen doppelten Kreuzbandriss - ein potentieller Karrierekiller. Doch sieben Monate später stand er wieder auf dem Feld. 2008 riss er sich ein Band im Ellenbogen und verpasste 12 Spiele. Im Jahr darauf kam er zurück und führte die Bengals in die Playoffs, nur um erneut in der Wildcard-Runde zu scheitern. Völlig gefrustet setzte Palmer 2011 aus und wollte schon seine Karriere beenden. Ein Trade mit den Raiders brachte ihn zurück nach Kalifornien, wo er als College Quarterback in Reihen von USC die Heisman-Trophy gewann. Doch das Experiment in Oakland galt nach zwei Jahren als gescheitert und der alternde Palmer wurde in die Wüste Arizonas abgeschoben.
Hier nahm seine auslaufende Karriere eine unerwartende Wendung. Mit den richtigen Leuten um sich herum, erlebte der erfahrene Quarterback einen zweiten Frühling und führte die Cardinals zurück auf die Erfolgsspur. Bis im November 2014, nur zwei Tage nach seiner Vertragsverlängerung, erneut das gleiche Kreuzband wie neun Jahre zuvor riss.
Carson ließ den Kopf nie hängen. Gemeinsam mit seinem Sohn Fletch (Bein-Operation) absolvierte er die Reha in Phoenix: „Es war eine echt coole Erfahrung, das gemeinsam durchzustehen.“ Ein aktueller Dove-Werbespot zeigt ihn in der Hauptrolle als Familienvater auf dem eigenen Anwesen in Paradise Valley. Die Kampagne handelt von wahrer Stärke und zeigt laut Hersteller, dass sich Erfolg durch einen starken Charakter auszeichnet, nicht durch Yards.
Wie Phoenix aus der Asche
2015 gelang Carson Palmer ein fulminantes Comeback mit Karrierebestwerten. 35 Touchdown-Pässe und 4.671 Gesamt Pass Yards sind gleichzeitig neue Franchise Rekorde. Zumindest in diesen Kategorien konnte er die Legende Kurt Warner bereits überflügeln. Nach der knappen Super-Bowl-Niederlage gegen die Steelers sind die Erwartungen der Fans in Arizona mittlerweile gestiegen.
„Palmer muss eine Meisterschaft gewinnen“, findet Connor Bowen, den ich in Westgate antreffe. Zwei Siege fehlen noch. „Die Panthers sind gut. Beide Teams befinden sich auf Augenhöhe. Palmer ist gut. Und wir haben Larry Fitzgerald. Ich sehe das Ganze positiv und bin ziemlich zuversichtlich.“
Die Cardinals sind die älteste Franchise im professionellen Football, gegründet 1898 in Chicago. Die vergangenen drei Saisons unter Head Coach Bruce Arians und Quarterback Palmer waren die erfolgreichste Spanne (34-14 Bilanz) in ihrer 96-jährigen NFL Zugehörigkeit. Seit 1947 haben sie keine Meisterschaft mehr gewonnen. Nie waren die Vorraussetzungen besser als jetzt. Mit einem ausgefuchsten Palmer, der das Risiko nicht scheut, steht der richtige Mann hinter dem Center. NFC Championship Game: Panthers vs Cardinals, ab 0:20 Uhr Sonntagnacht live in SAT.1 oder via Livestream auf www.ran.de.
Dieser Artikel erschien am 23. Januar 2016 auf www.ran.de
Glendale - Wide Receiver Larry Fitzgerald ist nicht nur einer der besten Spieler der NFL, er zählt auch zu den außergewöhnlichsten Menschen. Ein Killer im Bälle fangen, gleichzeitig super nett zu seinen Gegenspielern. Das lässt die Cornerbacks reihenweise verzweifeln.
Fitzgerald und die Arizona Cardinals starten an diesem Samstag als zweitbestes NFC-Team in die NFL Playoffs mit einem Divisional Round Heimspiel gegen die Green Bay Packers. Fitzgerald zählt zur Elite der NFL Receiver. Während dieser Saison erreichte er mit 32 Jahren und 97 Tagen als jüngster NFL-Spieler die Marke von 1000 gefangenen Bällen. Seine 109 Catches in diesem Jahr sind sogar persönlicher Rekord.
Mit John Brown (1003 Receiving Yards) und Larry Fitzgerald (1215 Yards) verfügen die Cardinals gleich über zwei 1000-Yard-Receiver. Doch während Jungspund Brown seine Gegner gern mal mit Trash Talk herausfordert, killt der Ältere der beiden seine Gegenspieler eher unbewusst mit Nettigkeiten auf dem Spielfeld, wie das Wall Street Journal diese Woche berichtete.
„Er fragt Dich auf dem Feld, wie es Deiner Familie geht“, sagte Washington Redskins Cornerback Will Blackmon. „Und direkt danach zerstört er Dich mit einer 70 Yard Bombe.“
Atlanta Falcons Cornerback Desmond Trufant kam 2013 in die NFL, lange nach seinen beiden älteren Brüder Marcus und Isaiah in die Liga. Fitzgerald, der in der Vergangenheit gegen beide Brüder gespielt hatte, konfrontierte Trufant in einem ihrer Matchups mit der Frage, was seine Brüder jetzt so machen.
„Der Typ kennt meine ganze Familie, also hatte er nach ihnen gefragt“, sagte Trufant. „Dieses ganze nette Gerede hat mich komplett aus dem Konzept gebracht. Ich versuche mich zu fokussieren und er ist einfach nur nett zu mir.“
Die Gegenspieler sind total perplex. Wie ein Boxer der eigentlich einen Schlag erwartet und stattdessen von seinem Gegenüber „High Five“ bekommt. Fitzgerald ist nicht der Typ für Mind Games, er versucht nicht, mit seiner Art die gegnerischen Cornerbacks einzulullen. Er ist einfach so.
Laut Ike Taylor, ein ehemaliger Pittsburgh Steelers Defensive Back, der im Super Bowl XLIII Fitzgerald gegenüberstand, ist diese Art bei Arizonas #11 ganzjährig so. „Larry merkt sich Geburtstage, Jahrestage, einfach so“, erzählt Taylor. „Es gibt Geschichten von Jungs, die bekommen ein Geschenk. ‚Hey, von wem kommt das denn? Oh, das ist von Larry Fitzgerald.‘ Und diese Jungs haben ihn nur einmal im Leben getroffen.“
Fitzgerald gehört zu den respektvollsten - und am meisten respektierten - Spielern in der Liga. Während sich John Brown und Seattle Seahawks Cornerback Richard Sherman vor dem letzten Seahawks-Cardinals-Aufeinandertreffen mit Trash Talk duellierten, witzelten einige der Cards Receiver, dass Fitzgerald wohl sagen würde ‚Sherman ist der Beste in der Liga und jeder, der gegen ihn einen Ball fängt, kann sich glücklich schätzen‘.
„Ich bin einfach nur einer der Jungs, ernsthaft“, sagte Fitzgerald. „Ich werde zwar auf dem Feld blöd angemacht. Aber dann sage ich in der Regel nichts. Ich versuche einfach nur respektvoll gegenüber dem Spiel und meinen Gegnern zu sein.“
Panthers Cornerback Josh Norman zählt zu den Besten seiner Zunft und ist auch eher einer, der gern sagt, was er denkt. Er mag den ständigen Dialog mit Receivern, die er im Spiel deckt - gerne auch mit Trash Talk. „Wenn Receiver mich mit Trash Talk zu quatschen, dann komme ich erst so richtig in die Gänge. Falls nicht, dann muss ich mir etwas anderes ausdenken“, meinte Norman.
Gegen Fitz stellte sich Norman auf ein Wortduell ein. Aber Larry sagte das komplette Spiel über keinen Mucks. Laut Norman war das eines der professionellsten Auseinandersetzungen, an die er sich erinnern kann.
„Ich versuche da draußen niemanden zu verletzen oder mache irgendwelche krummen Dinge. Am Ende des Tages muss ich mit meinem Job eine Familie ernähren, genau wie meine Gegner. Auf dem Feld geben wir uns Bestes und der der Beste wird am Ende des Tages gewinnen.“
Gegen die Green Bay Packers sind Fitzgerald und die Cardinals an diesem Samstag eindeutig in der Favoritenrolle. Vor drei Wochen wurden die Packers im University of Phoenix Stadium mit 38:8 auseinander genommen, 6 Punkte damals durch Fitzgerald. Die Packers werden auf Rache aus sein. Nummer 11 wird das kalt lassen. Er verteilt lieber Nettigkeiten und Touchdowns.
Divisional Round Playoffs: Cardinals vs. Packers, ab 2:00 Uhr Samstagnacht live in SAT.1 oder via Livestream auf www.ran.de.
Dieser Artikel erschien am 15. Januar 2016 auf www.ran.de
Nach dem Wild Card Sieg der Seahawks gegen die Vikings geht es nun aus dem eisigen Minneapolis (-21 Grad) ins warme Phoenix (+20 Grad) zur Divisional Round: Arizona Cardinals gegen Green Bay Packers lautet die nächste Partie auf meinem NFL Playoffs Road Trip. Bittersweet News Today: Leider keine Akkreditierung von den Cardinals für #GBvsARI bekommen, dafür die Zusage von der NFL zum NFC Championship Game - jetzt heißt es hoffen & beten, dass die Hawks UND Cards dieses Wochenende gewinnen, damit das NFC Finale auch hier in Phoenix statt findet.
Ein paar der Leute, die ihre Geschichten zu dieser Story lieferten (v.l.u. im Uhrzeigersinn): #22 Josh Juergensen, Ben Hanson & Eric Olson, #5 Joshua/Luke/Abe, Johnny Mlath und #3 Tracie Paul, Linda & #24 Graig Benoit, Zach Watson, #31 Mike Keegan und Kyle Klosowicz.
Wie übersteht man ein Spiel bei minus 20 Grad Außentemperatur? 50.000 Fans hielten am Sonntag in Minneapolis mutig der Kälte stand mit teils ausgefallenen Methoden. Ich habe vor Ort ein paar Tipps sammeln können, falls mal wieder die Temperaturen in den Keller fallen. Minneapolis - Sonntagmittag 12 Uhr, Sonnenschein und minus 20 Grad Außentemperatur. Es könnte schlimmer sein. Zum Beispiel minus 25 Grad Celsius wie beim sogenannten „Ice Bowl“ 1967 zwischen den Green Bay Packers und Dallas Cowboys [Bildergalerie: Die kältesten NFL Spiele]. Nichtsdestotrotz ging das Wild Card Matchup zwischen den Minnesota Vikings und Seattle Seahawks am vergangenen Wochenende als drittkältestes NFL-Spiel in die Annalen ein.
Minus 29 Grad Windchilll
Am härtesten traf es die circa 50.000 Zuschauer im unüberdachten TCF Bank Stadium, die bis zu vier Stunden in der Kälte ausharren mussten. Bei einer gefühlten Temperatur von um die -29 Grad hielt man es ohne gute Vorbereitung auch nicht lang aus. Noch nicht einmal die Fans aus Minnesota waren solch eisige Temperaturen beim Football gewohnt. Es war das kälteste Heimspiel der Vikings-Geschichte.
Seahawks Quarterback Russell Wilson hatte beim legendären 10:9-Auswärtserfolg Probleme, auf dem Spielfeld zu kommunizieren: „Es war so kalt da draußen, dass dein Mund gefror beim Versuch, mit den Jungs zu reden.“
Josh Juergensen, ein eingefleischter Vikings Fan, winkte ab: „Die Spieler brauchen sich gar nicht beschweren. Der Rasen ist beheizt und sie sind an der Sideline gut versorgt mit beheizten Sitzbänken und Wärmedecken.“ Josh hingegen reiste wie so viele einheimische Fans mit orange-farbenen Kaltwetter-Jagdklamotten mit 200 Gramm Rundumisolierung an. So ein Outfit wiegt locker mal 6-8 Kilogramm. „Ich gehe oft jagen in den Sachen. Ich mache mir keine Sorgen über das Wetter. Mir wird warm sein.“
Zwiebeltaktik für die Fans
Das oberste Gebot für alle Fans an diesem außergewöhnlichen Spieltag lautete: So viele Schichten wie möglich tragen. In der Straßenbahn zum Stadion traf ich Zach Watson: „Ich trage vier Lagen. Ich habe eine lange Unterhose, eine Jeans, eine windabweisende Hose und darüber noch die Vikings Pyjama-Pants an.“ So wenig Haut wie möglich wollte Zach frei geben, also kam noch eine Sturmhaube und Vikings Bommelmütze obendrauf. Einige Fans trugen Skimasken um ihr Gesicht vor dem eisigen Wind zu schützen.
Viele Seattle-Fans waren diese Kälte nicht gewöhnt. Doch reiseerfahren wie sie sind, kamen auch sie nicht unvorbereitet in das Land der Tausend Seen. Kyle Klosowicz und Mike Keegan reisten aus Chicago an. Bereits am O’Hare Flughafen zeigten sie mir ihre Geheimwaffe: „Hand und Foot Warmers sind deine Freunde“. Ihre Reisetasche war voll mit lauter kleinen Beuteln, die wenn sie erstmals mit Luft in Berührung kommen, sich automatisch aufheizen und für bis zu 7 Stunden die Wärme halten. Jeder Fan im Stadion war ausgestattet mit diesen kleinen Helferlein. In jeder verfügbaren Tasche am Körper wurden die Heat Packs verstaut. Bei Frauen auch gerne mal im BH. „Das wärmt das Herz“, meinte Vikings Fan Kristi Etter.
Vor dem Kick-Off traf ich im Hotel auf Linda und Graig Benoit aus Spokane, Washington. Die beiden Seahawks Fans hielten bereits beim Super Bowl 48 in New York ihrem Team die Treue und der Kälte stand. „You can’t freeze out the 12’s“ stand auf Lindas Plakat. Die nette Rentnerin überraschte mit elektrischen Sockenwärmern.
Die Gameday Organisatoren waren nach zwei Jahren im TCF Bank Stadion, einem Collegestadion welches den Vikings vorrübergehend als Ausweichlösung diente, erfahren im Umgang mit der Kälte. In der Fan Zone vor dem Stadion standen seit 9:00 Uhr beheizte Zelte zum Tailgating bereit. Hand Warmers wurden verteilt und heißer Kaffee kostenlos ausgegeben. Bereits im Vorfeld wurden Fans ermutigt, Decken mitzubringen sowie Styropor- oder Pappstücke zum unter die Schuhe legen, damit die Kälte vom Betonboden nicht so schnell in die Füße zieht.
Singen gegen die Kälte
Im Stadion fiel mir etwas Ungewöhnliches auf. Noch nie hatte ich bei einem Football-Spiel so viele Leute singen gehört. Anders als beim Fußball in Europa sind Fangesänge in US-Stadien eher die Seltenheit. Aber scheinbar wurde vor dem College-Stadion auch Glühwein ausgeschenkt oder die Fans hatten sich mit anderen angereicherten Getränken selbst versorgt. Zum Beispiel zu Bon Jovi’s „Living On a Prayer“ ließen sich die Minustemperaturen kurzzeitig wunderbar weg singen.
Etwas Gutes hatte die Kälte dann doch: Selten waren NFL Playoff-Tickets so günstig. Viele Fans blieben bereits im Vorfeld dem Stadion fern und wollten das Spiel lieber gemütlich vor dem heimischen TV verfolgen. Dadurch konnte man im Internet teilweise für weniger als 50 Dollar Tickets ergattern. Besonders für viele Seahawks Fans ein Schnäppchen. Normalerweise beginnen die Preise in der Football-Hochburg Seattle für ein Playoff-Heimspiel bei 400-500 Dollar. Selbst in Verbindung mit einem Inlandsflug und Hotel kam man bei diesem Wild Card Spiel günstiger davon.
Während die Vikings Fans nach dem verschossenen Blair-Walsh-Field-Goal betröppelt und wütend nach Hause stapften, waren viele Seahawks-Anhänger nach dem glorreichen Sieg in der Innenstadt im "8th Street Grill" zusammen gekommen. Bereits am Samstagabend hatten sich in der Sports Bar mehr als 300 Fans auf das Spiel eingestimmt. Unter ihnen Johnny Mlath mit einem legendären Steve Largent Retro Trikot, der jetzt endlich seine globigen Cabela’s Boots ausziehen konnte: „Es war zwar saukalt, aber ich kann sagen, dass ich dabei war!“.
Dieser Artikel erschien am 11. Januar 2016 auf www.ran.de Als kleines Sahnehäubchen diesmal meine Videos der SEAHAWKS PRESSEKONFERENZ, die ich für football-aktuell.de aufgenommen hatte:
Der Name dieses Blogs bezieht sich auf einen meiner Lieblingsfilme, "Jerry Maguire" mit Tom Cruise. Überhaupt hatten mich während meiner Jugend viele Sportfilme geprägt: Weiße Jungs bringen's nicht, Die Indianer von Cleveland, Mighty Ducks, He Got Game, Any Given Sunday, etc..
Inspiriert durch den Journalisten Jürgen Kalwa und dessen herausragenden Blog "American Arena" startete ich während meiner Zeit bei Sat.1 ran 2009, als der Bällchensender leider noch keine NFL Rechte hatte, meinen eigenen Blog.
Aktuell bin ich in den USA unterwegs und reise den NFL Playoffs hinterher von New York nach San Francisco. Ein kleiner Traum, der wahr wird.
Auf dem Blog lest ihr, was ich während der Zeit so alles schreibe. Auf Instagram gibt's jeden Tag mindestens ein Foto-Update von #björnsplayoffroadtrip.
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