Freitag, 20. August 2010
Und zum Dritten: Brett is back!
Brett Favre kann das Football-spielen einfach nicht sein lassen und hängt nach langem hin-und-her eine 20. NFL Saison im Dress der Minnesota Vikings dran. Und das obwohl er schon 2008 bei den Packers und 2009 bei den Jets seine Karriere beendete. Michael Jordan leidete an dem gleichen Ich-kann-einfach-nicht-aufhören-Syndrom. Die Preseason ist gerade mal eine Woche alt und es gibt schon wieder so viele -wunderbare und unglaubliche- Geschichten zu erzählen...
Jaja, ich weiß, am Freitag beginnt die Fußball Bundesliga. Egal, ich will wissen, wie die zweite Folge von "Hard Knocks" aussieht. Die erste Episode aus dem Trainingscamp der NY Jets gab es kostenlos auf nfl.com zu sehen.
Zum Thema Favre: der alte Mann ist einfach unglaublich! Im Oktober wird Brett Lorenzo Favre 41 Jahre. Wie will Brett "der Graue" die unglaublichen Stats aus dem Vorjahr wiederholen (33 TD - 7 INT)?!? Beinah hätten die Vikings im Super Bowl gespielt. Nur eine Overtime und ein Field Goal der New Orleans Saints trennten die Wikinger und ihren Spielmacher vom Traum eines jeden Football-Spielers. Was nicht ist, kann ja noch werden.
Doch angeblich geht es Favre nicht ausschließlich um den Titel. "I owe it to the guys", ließ er verkünden. Drei seiner engsten Mitspieler (K Ryan Longwell, OG Steve Hutchinson & DE Jared Allen - von Coach Brad Childress bezeichnet als "guter Cop, böser Cop & lustiger Cop") wurden im Privatjet des Vikings-Besitzers nach Hattiesburg, Mississippi geschickt, um den alten Mann zu überzeugen. Allein diese Story klingt wie aus einem schmalzigen Hollywood-Drehbuch, habe ich aber aus der NY Times.
In East Rutherford, New Jerseys wurde mit dem New Yorker Derby Jets gegen Giants das neue Meadowlands Stadium eingeweiht und der Kunstrasen direkt mit edlem Tropfen Manning-Blut getauft. Seit dem fulminanten Schluss-Drive in Super Bowl XLII wissen wir, dass Eli keine Sissy ist. Er wird die 12 Stiche an der Stirn bei $6,5 Mio. garantiertem Gehalt (plus $12,5 Mio. optionellem Bonus) sicher verkraften können.
Der gute Brett ist nun auch nicht gerade für eine Hand voll Erdnüsse aus dem Ruhestand zurück gekommen: der Vikings Quarterback verdient garantierte $16,5 Mio, mit Prämien sind sogar insgesamt $20 Mio. drin! Die Zwanzig scheint Favres Lieblingszahl in dieser Saison zu sein: "Twenty years and I'm done", orakelte der Quarterback-Rübezahl.
Kleiner Buch-Tipp, um das Warten bis zum NFL Saisonauftakt am 9. September 2010 zu verkürzen: A Team To Believe In ...natürlich mit den beiden Hauptdarstellern aus dem heutigen Blog ;) Und welcher alte Haudegen darf zum Saisonstart gleich als erstes ran?! Na dreimal dürft ihr raten...
Sonntag, 15. August 2010
Sommerloch kann auch SUPer sein
Lange Zeit war's ziemlich ruhig in meinem Blog geworden: Während der Fußball WM2010 waren meine Tage in Berlin einfach zu ereignisreich, als dass ich da die Zeit gefunden hätte, mich hier textlich zu amüsieren. Nach dem ganzen Fußball-Wahn mit EL/CL/WM brauchte ich eine Auszeit zum Heruntergekommen. Wo macht man das am besten im Sommer?!? Klar doch, am Wasser (egal ob Isar/München, Cospudener See/Leipzig, Tegeler See/Berlin oder Ostsee) mit Surfshorts und Flip-Flops.
Mein guter Kumpel Martin Lasch brachte mich diesen Sommer auf einen ganz besonderen Trip. Nachdem wir uns im vergangenen Jahr noch bei Sturm auf der Ostsee mit Kajak-Surfing vergnügt hatten, kam jetzt ein neuer Wasserspaß dazu: Stand-Up-Paddling, kurz SUP. Man bewegt sich auf einem Surfboard/Longboard stehend mittels Stechpaddel vorwärts. Wer bei dem obigen Bild an Altherrensport denkt, dem kann ich widersprechen. SUP ist der leichteste Einstieg ins Surfen, machbar auf Seen/Flüssen/Meer. Zeitgleich aber auch ein spitzen Ganzkörper-Workout bei dem Kraft, Ausdauer und Balance gefordert sind - außerdem macht es einen Heidenspaß.
Eine wahre SUP-Welle rollt diesen August über Deutschland hinweg: 44 Seiten Sonderheft in der aktuellen Ausgabe des SURF-Magazins, Robby Naish-Interview in der GQ mit Stand-Up-Paddling als Hauptthema, die Men's Health promotet SUP als eine der coolsten Sportarten dieses Sommers, vom 27.-29. August findet in Hamburg der Jever SUP World Cup statt und deutschlandweit kommt Kelly Slaters "The Ultimate Wave 3D Tahiti" in die Kinos, bei dem der zweite Star, die tahitianische Surf-Legende Raimana Van Bastolaer, ständig auf einem Paddle Board zu sehen ist.
Matthew McConaughey hält sich so fit, Julia Roberts tut es, Oliver Bierhoff sieht man auf dem Starnberger See SUPen. Altmeister Robby Naish ist einer der weltweit führenden Entwickler auf diesem Gebiet und seine Boards sieht man fast überall (Neben Naish gibt es viele weitere Hersteller von SUP-Boards: Fanatic, Starboard, JP-Australia, Norden, Tabou, RRD, Red Paddle Co., Imagine Surfboards, BIC Windsurf). In der Videosection auf naishsurfing.com erhält man spielerisch einen Einblick in die Thematik.
Ganz billig ist der Spaß leider nicht: die Boardpreise variieren zwischen 800-1900 Euro und die dazugehörigen Paddel kosten um die 100-330 Euro. You wanna play, you have to pay!
Sonntag, 23. Mai 2010
"The Special One" krönt die erste ran-Saison
Mourinho ist ein Fuchs! Das sage ich immer wieder. Auch wenn er über sich selbst sagt, er sei ein Löwe... oder Gottes Sohn... dabei sieht er einfach nur George Clooney zum Verwechseln ähnlich.
Viel ist diese Woche geschrieben und geredet worden über José Mário dos Santos Félix Mourinho - "the Special One". Am besten gefiel mir das Mourinho-Porträt von Andreas Koch im Vorlauf der ran-Sendung zum Finale in Madrid. Auch ran-Legende Gaby Papenburg blickte diese Woche im Sat.1-Frühstücksfernsehen auf das Duell der beiden Trainer: van Gaal gegen Mourinho.
Mit Inter gewann Mourinho am Samstag Abend die Champions League (2:0 gegen Bayern München) - bereits zum zweiten Mal in seiner Trainerkarriere (nach 2004 mit FC Porto). Mit Real Madrid will er dieses Kunststück ein drittes Mal wiederholen. Zumindest bestätige er auf Nachfrage von Johannes B. Kerner im ran-Studio, dass er im Sommer zu Real Madrid wechselt. Im Prinzip konnte er direkt nach der Pokalübergabe seinen neuen Spint im Estadio Bernabéu beziehen.
Für mich endet heute Abend auch meine persönliche ran-Ära: Nach 14 Monaten bei online und 2 Monaten bei TV verbringe ich die WM-Zeit in Berlin bei N24. Es war mir eine besondere Freude und Ehre die erste ran-Saison mit Europa League und Champions League mitgestaltet zu haben (Rückkehr der Marke "ran" am 18.8.2009, mit Schwarzbild zum Auftakt). Viele großartige Momente habe ich dieser Zeit und den Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte, zu verdanken.
Mein Rausschmeißer heute kommt von Sasha ;)
Samstag, 15. Mai 2010
What's next, LBJ?
Haben wir alle am 13. Mai 2010, der Nacht von Donnerstag auf Freitag, das letzte Spiel von LeBron James im Dress der Cleveland Cavaliers gesehen? Die Retrospective von espn.com endet mit der symbolträchtigen Szene, als sich James nach dem Playoff-Aus gegen die Celtics beim Verschwinden in den Katakomben des TD Gardens sein Trikot vom Leib zieht. For-ever-ever, for-ever-ever???
Bis Juli/August müssen wir wohl auf eine Antwort zu dieser Frage warten. Obamas politischer Berater, David Axelrod, ließ derweil verkünden, was der US-Präsident denkt: "LeBron would look great in a Bulls uniform." Selbst Amerikas erster Mann reiht sich ein in das große Buhlen um King James. Auf der anderen Seite hofft New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg natürlich auf einen Wechsel in den Big Apple (ihm ist egal ob zu den Knicks oder Nets): "If he calls me and says, what's it like to live in New York, I'll give him a big sales pitch for New York... I think LeBron James would love living in New York."
Für ESPN Kolumnist Bill Simmons stellt sich die Frage, was LeBron letzten Endes will: "Gewinnen, Loyalität oder Unsterblichkeit?" Geht es ihm nur um Titel, sollte er zu den Chicago Bulls gehen - Derrick Rose und Joakim Noah wären seine Pippen & Grant.
Die zweitbeste Option: einfach in Cleveland bleiben und der Stadt den ersten Titel seit 1964 bringen. "Be the hometown kid who saved Cleveland sports." Er könnte zeigen, dass Loyalität wichtiger ist als alles andere. KG, der 12 Jahre in Minnesota blieb und zuvor keinen Titel gewann, sieht das Thema Loyalität etwas anders: "Loyalty is something that hurts you at times because you can’t get your youth back."
Nummer drei? New York... Der größte Basketball-Star des Planeten in der größten Stadt der USA, größter TV-Markt, bekanntester Sport-Tempel, großartige Fans, dazu noch ein weiterer der derzeitigen Top Free-Agents (Chris Bosh, Carlos Boozer, Joe Johnson or Amar'e Stoudemire) Doch wäre diese Konstellation soviel anders als derzeit bei den Cavaliers? Ich glaube nicht, selbst als Knicks-Fan.
Es gibt so viele Optionen diesen Sommer. Selbst ein Tandem mit Dwyane Wade in Miami ist nicht ausgeschlossen. Oder Wade kommt auch noch mit nach Chicago... Fakt ist, LBJ braucht einen zweiten, starken Mann an seiner Seite. Eine reine One-Man-Show gewinnt keine Titel. Es bleibt jedenfalls spannend, auch ohne BBall in diesem Sommer.
Doch noch laufen die Playoffs mit Magic-Celtics im Osten und Lakers-Suns im Westen. Nach der Heldentat vom einäugigen Steve Nash in Spiel 4 gegen die Spurs hätten es die Suns mehr als verdient, nach 1993 endlich wieder in die NBA Finals einzuziehen. Vielleicht klappt es ja doch gegen den Erzfeind aus La-La-Land.
Samstag, 1. Mai 2010
Alle Jahre wieder...
... darf Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks in der ersten Playoff-Runde die Segel streichen. "Win or go home" hieß es. Jetzt sind sie zumindest von San Antonio aus nach Hause geflogen. Fast wie in jedem Jahr! So könnte man meinen.
10 Jahre in Folge führte Dirk die Mavericks zu 50 oder mehr Siegen pro Saison. Nur drei anderen Teams gelang diese Top-Leistung. Doch jede dieser Franchises gewann auch mindestens 3 Titel in diesem Zeitraum. In 3 der vergangenen 4 Jahre flogen die Mavs jeweils in der ersten Runde raus:
2007 vs Golden State 4-2 (First Round)
2008 vs New Orleans 4-1 (First Round)
2009 vs Denver 4-1 (Conference Semifinals)
2010 vs San Antonio 4-2 (First Round)
Jetzt wird's interessant sein zu sehen, wie Nowitzki sich im Sommer entscheidet. Spielt er weiter bei den Mavs? Oder wäre er als Free Agent vielleicht doch lieber mit seinem Kumpel Steve Nash in Phoenix wiedervereint??
"As of now, I just want to keep my options open and see what happens", meinte Dirk nach dem Ausscheiden in Runde Eins. In der kommenden Saison 2010-11 wird Nowitzki 21,5 Mio. Dollar verdienen. Falls er weggeht, dann sicher nicht des Geldes wegen, sondern wegen einer Meisterschaft.
10 Jahre in Folge führte Dirk die Mavericks zu 50 oder mehr Siegen pro Saison. Nur drei anderen Teams gelang diese Top-Leistung. Doch jede dieser Franchises gewann auch mindestens 3 Titel in diesem Zeitraum. In 3 der vergangenen 4 Jahre flogen die Mavs jeweils in der ersten Runde raus:
2007 vs Golden State 4-2 (First Round)
2008 vs New Orleans 4-1 (First Round)
2009 vs Denver 4-1 (Conference Semifinals)
2010 vs San Antonio 4-2 (First Round)
Jetzt wird's interessant sein zu sehen, wie Nowitzki sich im Sommer entscheidet. Spielt er weiter bei den Mavs? Oder wäre er als Free Agent vielleicht doch lieber mit seinem Kumpel Steve Nash in Phoenix wiedervereint??
"As of now, I just want to keep my options open and see what happens", meinte Dirk nach dem Ausscheiden in Runde Eins. In der kommenden Saison 2010-11 wird Nowitzki 21,5 Mio. Dollar verdienen. Falls er weggeht, dann sicher nicht des Geldes wegen, sondern wegen einer Meisterschaft.
Montag, 19. April 2010
Win Or Go Home

In wenigen Minuten beginnen auch für Dirk und die Dallas Mavericks die NBA Playoffs 2010 mit Spiel 1 gegen den Erzrivalen aus San Antonio. Gutes Omen bisher: Jedes Heimteam gewann das Auftaktmatch...
Glücklicherweise war der Playoff-Start für Die Welt ein großes Nowitzki-Interview wert und Jürgen Kalwa sieht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Mavericks als 100%igen Geheimfavorit.
Das Interview in der Welt-Printausgabe beinhaltete eine interessante Infografik. U.a. darin erwähnt wurde Nowitzkis bisheriges NBA-Gehalt: 124 063 985 Dollar
Holy Moly! Diese Summen sind nicht von dieser Welt... Aber rein sportlich gesehen, sind er und Michael Schuhmacher weltweit die größten deutschen Aushängeschilde. Die Dallas Mavericks hat er seit seiner Ankunft aus dem Basketball-Niemandsland geholt und in den vergangenen zehn Spielzeiten zu je 50 oder mehr Saisonsiegen geführt!
Ohne ihn würde Basketball mittlerweile kaum eine Rolle in Deutschland hinter Fußball spielen. Umso interessanter, was es diese Woche zu lesen gab: "Fußballer verdienen zu viel", gibt Grit Freiberg in einem BUNTE-Interview zu. Tim Wieses Lebensgefährtin stört der Gehaltsunterschied zu anderen Berufen: "Da stimmen die Relationen nicht. Ich denke da an Ärzte, die Menschenleben retten."
Ein Gehälter-Vergleich aus der Bild-Zeitung:
- Luca Toni (FC Bayern/AS Rom) 833 000 Euro/Monat
- Tim Wiese (Werder) 233 00 Euro/Monat
- Arzt (Kommunales Krankenhaus, 3. Berufsjahr) 3871 Euro/Monat
- Maurer-Meister (3. Berufsjahr, West) 4084 Euro/Monat
- Polizeiobermeister (Bundespolizei, 3. Berufsjahr): 2114 Euro/Monat
Donnerstag, 15. April 2010
So Amazing - NBA Playoffs 2010
Am Samstag ist es endlich soweit: Die 82 Spiele andauernde reguläre Saison ist seit Mittwoch Nacht vorrüber und die NBA Playoffs starten... so amazing, it's amazing, sooooo amazing!
Im Osten ist die Sache relativ klar. Cleveland und Orlando werden sich im Conference Finale gegenüberstehen und LeBron James wird in die Finals einziehen. Im Westen ist hingegen alles möglich. Mal abgesehen von Portland und Utah traue ich jedem Team zu, ins Conference Finale zu kommen. Ja, auch eine Überraschung von OKC gegen die Lakers halte ich für möglich (siehe Golden State vs Dallas 2007).
Meine große Hoffnung steckt natürlich in Dirk Nowitzki und seinen Dallas Mavericks. Seit dem Trade am All-Star-Weekend haben sie mit Caron Butler und Brendan Haywood enorm an Tiefe gewonnen. Und warum sollen sich denn nicht im NBA Finale die beiden Ex-Wizards Caron Butler und Antawn Jamison gegenüberstehen?
Eastern Conference, First Round
Cleveland (61-21) vs. Chicago (41-41)
Orlando (59-23) vs. Charlotte (44-38)
Atlanta (53-29) vs. Milwaukee (46-36)
Boston (50-32) vs. Miami (47-35)
Western Conference, First Round
LA Lakers (57-24) vs. Oklahoma City (50-32)
Dallas (55-27) vs. San Antonio (50-32)
Phoenix (54-28) vs. Portland (50-32)
Denver (53-29) vs. Utah (53-29)
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